Rommé Regeln

Rommé spiele ich nun schon seit dem Kindesalter. Dann viele Jahre nicht, weil zu “uncool” und nun, da ich selbst Kinder habe, wieder. :)

Nach all den Jahren habe ich allerdings das Regelwerk vergessen, so dass etwas Rechere nötig wurde. Nebst vielen Varianten trage ich nun die Version zusammen, wie Sie in meiner Familie spielt wird. Das Ergebnis lest Ihr hier:

1. Allgemeines
Rommé (Rummy) ist ein in zahllosen Varianten in aller Welt verbreitetes Kombinations- und Anlegespiel. Die Unkompliziertheit seiner Regeln ließ es zu einem beliebten Familien- und Gesellschaftsspiel für jung und alt werden. Das Romméblatt besteht gewöhnlich aus zwei mal 52 Karten und 4 Jokern. Es können 2 bis 6 Spieler teilnehmen. Im folgenden werden die Grundregeln dargestellt, die man durch zusätzliche Vereinbarungen abwandeln kann.

2. Die Kombinationen
Ziel des Spieles ist es, die Handkarten zu bestimmten Kombinationen zu vereinen und ab- bzw. anzulegen. Die bei Spielende in der Hand verbliebenen Karten werden als Verlust angerechnet. Man unterscheidet Sätze und Folgen.

Der Satz:

3 oder 4 gleichwertige, aber unbedingt verschiedenfarbige Karten. Ein Satz ist mit vier Karten komplett und kann in den Ablagestapel gelegt werden.

Die Folge:

Mindestens 3 gleichfarbige, im Wert aufeinanderfolgende Karten. In Folgen darf das As sowohl hinter dem König als auch vor der 2 stehen. Folgen dürfen auch “um die Ecke” gehen:

3. Der Joker
Die Universalkarten können beim Auslegen nach der Bestimmung des Besitzers jede beliebige Karte zum Bilden von Kombinationen ersetzen.

4. Das Geben
Jeder Spieler bekommt verdeckt und möglichst einzeln 10 Karten. Der Rest kommt als Talon verdeckt in die Tischmitte, neben den eine weitere Karte offen als Ablagestapel gelegt wird.

5. Das Abspiel
Der links vom Geber sitzende Spieler zieht eine Karte vom Talon oder die Karte des Ablagestapels und legt am Ende seines Zuges eine nicht benötigte Karte offen auf den Ablgestapel. Der nächste Teilnehmer kann nun seinerseits diese offene oder die oberste Karte des Talons aufnehmen und muß dafür wiederum eine Karte offen ablegen. So entsteht neben dem Talon ein Abwurfstapel. Der an der Reihe befindliche Spieler darf Sätze und Folgen offen vor sich auslegen, wenn sie zusammen mindestens 40 Punkte zählen. Hierbei rechnen As = 11 Punkte (Einzige Ausnahme: Das As zählt nur 1 Punkt in der Folge ohne den König), Bube, Dame, König = je 10 Punkte, 2 bis 10 = soviel Punkte, wie sie anzeigen, Joker = soviel Punkte wie die Karte, für die er eingesetzt ist. Jeder Spieler, der bereits 40 Punkte ausgelegt hat, darf, wenn er wieder an der Reihe ist,

a ) weitere Sätze und Folgen auslegen, auch wenn sie weniger als 40 Punkte zählen;

b ) passende Karten an bereits ausgelegte eigene und fremde Sätze und Folgen anlegen;

c ) ausgelegte Joker gegen diejenigen Karten in eigenen und fremden Kombinationen eintauschen, die durch die Joker ersetzt sind. Joker in Sätzen können nur gegen die vierte und letzte Karte eines Satzes getauscht werden.

Gewinner ist, wer als erster seine Karten aus- und angelegt hat, dabei “Rommé” meldet und für die zuletzt vom Talon gezogene Karte eine Karte abwirft. Hand-Rommé erzielt der Spieler, der ohne vorheriges Auslegen alle Karten auf einmal aus- oder anlegt. Hierbei können die ausgelegten Karten weniger als 40 Punkte zählen. Falls der Talon im Spielverlauf aufgebraucht wurde, wird der Abwurfstoß gemischt und als Talon verwendet.

6. Die Abrechnung
Nach Abschluß jedes Einzelspiels werden jedem Teilnehmer die in der Hand behaltenen Augen als Minuspunkte in einer Liste aufgeschrieben. Hierbei zählen As immer 11 Punkte, Joker 20 Punkte und alle anderen Karten wie unter 5. gesagt. Bei Hand-Rommé werden die Minus-punkte verdoppelt. Nach der Spielpartie werden die Punkte jedes Spielers zusammengezählt.

7. Die Varianten

Aus der Vielzahl der Spielweisen sollen nachfolgend solche aufgeführt sein, die das Romméspiel zu bereichern vermögen:

a) Rommé mit Klopfen: Wer nicht an der Reihe ist, aber die oberste Karte des Abwurfstoßes gebrauchen könnte, klopft auf den Tisch. Wenn der Spieler, der gerade an der Reihe ist, sein Einverständnis gibt, darf der Klopfer diese Karte nehmen. Zusätzlich muß er noch 2 Karten vom Talon ziehen. — Um zu verhindern, daß laufend geklopft wird, sollte man festlegen : Der Klopfer muß die Karte vom Abwurfstoß offen und die beiden Talonkarten verdeckt vor sich ablegen. Wenn er dann an der Reihe ist, muß er die offene Karte sofort zusammen mit mindestens 2 Karten aus der Hand als Kombination auslegen können. Erst dann darf er die beiden Talonkarten in die Hand nehmen.

b) In Dreiersätzen ersetzt der Joker durch Festlegung des Spielers eine ganz bestimmte Karte. So kann man z. B. festlegen, daß im Satz T9, J, K9 der Joker die P9 ersetzt.

c) Folgen dürfen nicht “um die Ecke” gehen (vgl. Abschnitt 2.). Vor das As in A, 2, 3, darf man also keinen König setzen und nach dem As in D, K, A nicht mit 2, 3 usw. fortsetzen.

d) Der Mindestwert für das erste Auslegen wird nicht mit 40, sondern,mit 30 Punkten festgelegt.

e) Rommé mit 10: Man darf bereits ,,Rommé” sagen, wenn die Karten in der Hand nur noch höchstens 10 Punkte zählen. Es wird dann noch eine Runde bis zum Ansager gespielt, bevor man abrechnet. Der Ansager selbst spielt nicht noch einmal. Seine Punkte werden nicht notiert, doch er muß sein Blatt zur Kontrolle vorzeigen.

f) Farbenrommé: Man darf ,,Rommé” sagen und sofort Schluß machen, wenn man mindestens 10 beliebige Karten einer Farbe in der Hand gesammelt hat. Ihre Punkte werden natürlich nicht notiert.

g) Man darf auch Schluß machen, wenn man keine Karte auf den Abwurfstoß legen kann.

h) Wer bei der Abrechnung noch Joker in der Hand hat, bekommt seine Punkte als Verlust doppelt notiert.

i) Als zusätzliche Belohnung werden dem Gewinner 10 Punkte von seinen Verlustpunkten der vorangegangenen Spiele gestrichen (hatte er bis dahin 113 Punkte, so hat er jetzt nur noch 103), bei Hand-Rommé sogar 20 Punkte.

j) Um bei nur 2 oder 3 Teilnehmern die Spiele zu verkürzen, muß jeder vom Talon 2 Karten ziehen, und zwar auch dann, wenn er eine Karte vom Abwurfstoß nimmt.

Dankesworte:
…an den Rüsselsheimer Romme Club für die Anleitung! :)

2 Kommentare

  1. Thomas Labber  •  Mai 13, 2010 @10:05

    Rommé, Rommee (in Österreich auch Jolly), original amerikanisch Rummy (von Rum bzw. rummy: vgl. Artikel Gin Rummy) ist ein Kartenspiel für zwei bis sechs Personen. In Österreich ist das Spiel unter dem originalen Namen Rummy verbreitet; der französisch scheinende Name Rommé, der in Deutschland gebräuchlich ist, leitet sich davon ab, in Frankreich heißt das Spiel jedoch Rami.

  2. Sven  •  Dez 1, 2011 @12:09

    Hallo Rommé Freunde,

    auf der Rommé Spielseite http://www.rommee.de findet hier auch Rommé-Regeln die am DSKV angelegt sind http://www.rommee.de/regeln.html

    Gut Blatt,
    Sven

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